Strom für Exkalabur

Im Sommer 2013 trafen sich alle PfadfinderInnen des Kantons Aargau im zürcherischen Pfäffikon zum Exkalabur, dem Kantonallager der Pfadi Aargau. Dabei entdeckten die über 1300 Pfadis, Leiter und HelferInnen die Faszination des Mittelalters und wohnten standesgemäss in einem Zeltlager. Damit ein Lager dieser Grössenordnung erfolgreich durchgeführt werden kann, ist eine durchdachte Infrastruktur grundlegend. Obschon Alessandro Volta erst 1775 mit Strom zu experimentieren begann, brauchten die Aargauer Pfadis dem Lagerthema Mittelalter zum Trotz, elektrischen Strom. Eine gute Gelegenheit für BÜRGE-FISCHER „Mahagonia“, eines von vier Unterlagern, zu elektrifizieren. Auf ganz natürliche Art, versteht sich…

Im Rahmen einer internen Ausbildungsinitiative entstand bei BÜRGE-FISCHER eine Photovoltaik-Inselanlage für Experimentierzwecke. Die komplette Anlage ist auf einem kleinen Anhänger untergebracht und kann in weniger als einer Stunde durch zwei Personen an einem beliebigen Standort in Betrieb genommen werden. In verschiedenen Feldeinsätzen hat sich die Photovoltaik-Anlage (PV) so gut bewährt, dass sie ideal für Exkalabur eingesetzt werden konnte. Die Leistung der 12 Solarpanele beträgt 2‘500 Watt und die Kapazität der Batterien mit 14,4 kWh erlaubt die Speicherung einer ganzen „Tagesernte“. Die Nennleistung des Wechselrichters beträgt 3,5 kW; was eine kurzfristige Spitzenleistung von ganzen 9 kW ermöglicht!

Das mobile Kraftwerk leistete während zwei Wochen willkommene Dienste: So konnte man nachts nicht nur das Gelände mit LED-Scheinwerfern beleuchten und tagsüber Ventilatoren in den Zelten blasen lassen, sondern auch die Kühlung verderblicher Waren ermöglichen. Einen speziellen Service stellten die Handy-Ladestationen dar: Aus ausgemusterten, aber dennoch gut nutzbaren Bleigel-Akkumulatoren haben die Pfadfinder kleine tragbare Kraftwerke gebaut, welche man an der Photovoltaikanlage aufladen konnte. Die Energie konnte anschliessend so in den anderen Unterlagern zum Aufladen der alles andere als mittelalterlichen Handys eingesetzt werden. Ganz zur Freude der Daheimgebliebenen, die so in den Genuss eines Anrufs oder eines Bildchens über die Socialmedia-Plattformen kamen. Fast überflüssig zu erwähnen ist, dass ein erheblicher Teil der Sonnenenergie in „musikalischen Schalldruck“ umgewandelt wurde.

www.exkalabur.ch

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