Modernisierte Kühlwasseraufbereitung für das Kernkraftwerk Gösgen

Für die Kühlung des Kernkraftwerks Gösgen liefert die Aare verlässlich das benötigte Wasser. Dieses wird in verschiedenen Kühlsystemen eingesetzt. Die BÜRGE-FISCHER AG erhielt im Jahre 2006 den Auftrag, die rund 30 Jahre alte Steuerung der Kühlturmzusatzwasser-Aufbereitung zu modernisieren. Damit das Flusswasser die exakt festgelegte Qualitätsstufe erreicht, wird dieses in einer speziellen Anlage aufbereitet. Dabei wird es von Kalk, Algen und anderen unerwünschten Festkörpern befreit und auf den gewünschten pH-Wert eingestellt.

Nach Vorstudien zur Steuerung und Visualisierung im Jahre 2007 wurde das definitive Projekt in zehn Etappen parallel zum laufenden Betrieb in den Jahren 2009 bis 2012 erfolgreich realisiert.

Aktuelle Hardware und Bedienungsmerkmale

Der gesamte Aufbereitungsprozess wird neu mit einer topaktuellen Hardware gesteuert. Die unmittelbare Verfügbarkeit der verbauten Komponenten ist besonders bei sicherheitsrelevanten Anlagen wie der Kühlturmzusatzwasser-Aufbereitung in einem Kernkraftwerk zentral. Neu kann das Bedienpersonal das gesamte Leitsystem mit der Maus steuern und visuell über mehrere Bildschirme exakt verfolgen. Dabei werden rund 1‘100 Signale permanent verarbeitet und unmittelbar angezeigt. Überzeugen konnte auch die von BÜRGE-FISCHER eingesetzte neue Software, welche neben anderen Parametern auch die pH-Wert-Regelung im Zirkulator steuert. Durch die Verwendung eines „Smith-Prediktors“ kann sowohl im laufenden Betrieb als auch bei der Wiederinbetriebnahme nach einer Revision der gewünschte pH-Wert mit hoher Genauigkeit erreicht werden.

Der Auftrag durch die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG (www.kkg.ch) ist für die BÜRGE-FISCHER AG und das Projektteam ein höchst repräsentativer Gradmesser in puncto Qualität und Professionalität.

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